G-Lader überholen
aus Corradowiki, der freien Wissensdatenbank
Dieser Beitrag wird uns freundlicherweise von Corradodriver zur Verfügung gestellt. Bei Fragen zu diesem Artikel am besten direkt an ihn wenden. Die Original Anleitung von ihm findest Du hier.
Eins vorweg, ich übernehme KEINE Haftung, für event. Fehler oder Beschädigungen. Ihr macht das alles auf eigenes Risiko.
Zuerst muss natürlich der Lader erst ausgebaut werden.
Eine Anleitung dazu gibt es hier: G-Lader ausbauen
- Tip's zum G60-Lader
- Abhängigkeit der Dichtleistengeschwindigkeit vom Laderraddurchmesser
- Verwendete Dichtleisten im G60-Lader
- Sondernebenwellenlager für den G60-Lader
- Tauschen des Ölzu-/Rücklaufs am G-Lader (Teilenummern)
Auseinanderbauen:
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Ausgegangen wird davon, das der Lader ausgebaut ohne Laderrad vor euch auf dem Tisch liegt. Von der Auslassseite her seht ihr rings rum 6 Imbusschrauben gleichmäßig verteilt. Die werden erstmal alle entfernt. |
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Als nächstes nehmt ihr den kleinen Zahnriemen und das Zahnriemenrad von der Hauptwelle runter. |
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Weiterhin nehmt ihr die Passfeder, die das Zahnriemenrad auf der welle arretiert, heraus. Hierbei empfielt es sich, einen SCHARFEN Seitenschneider zum Heraushebeln zu nutzen. (Genauso, wie in Bild 13.) Es kann sein, das die Passfeder sehr fest sitzt, dann hilft es manchmal, mit einem Eisensägeblatt eine kleine Kerbe einzusägen, so das man sie mit einem Schraubendreher gegen die Welle heraushebeln kann. Wenn sie draußen ist, sollte es so aussehen. |
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Dort kann man hervorragen einen kleinen Hammer einsetzen, und durch hebeln die beiden Gehäusehelften von einander trennen. Das ganze bitte immer gleichmäßig von allen Seiten machen, da die Gehäusehälften noch durch 2 Führungshülsen zusammen gehalten werden, und das ganze sonnst verkannten würde. |
Dann einfach die Auslasshälfte runternehmen, und ihr seht den Verdränger. Beim Abnehmen aus rausfallende Dichtleisten achten. Um den Verdränger auszubauen müsst ihr mit einer Seegeringzange den Wellensicherungsring entfernen. (Siehe Bild links, grüner Kreis)
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Hier nochmal die Seegeringzange. |
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Als nächstes muss das Ausgleichgewicht raus genommen werden. Dieses ist nur gesteckt, und wird wieder durch eine Passfeder in Position gehalten. Ihr könnt es also einfach runter ziehen. Manchmal sitzt es etwas stramm, das verharzte Ölreste das Gewicht mit der Welle verkleben. |
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Hier wieder besagte Passfeder......... |
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.......welche mit dem Seitenschneider.......... |
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.........rausgehebelt werden soll. |
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Als nächstes seht ihr die Verdrängerdichtringe, die bei diesem "Schrottlader" verschraubt waren. Normaler weise sind diese Schrauben dort nicht. |
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Der Verdränger kann jetzt durch "einfaches" runter ziehen abgenommen werden, denn auch er ist nur gesteckt. "Einfaches" deshalb, weil er etwas strammer sitzt. Hier halten nämlich noch 2 Simmeringe fest. |
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Ihr könnt aber schön hinter den Verdrängersteg fassen........... |
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........und mit etwas Druck von der Welle runter pressen. Man kann sich da prima gegen die Hauptwelle abstützen. Sollte das nicht helfen, kann es helfen, die Hauptwelle etwas zu drehen, aber VORSICHT!!!, erst müsst ihr den Zahnriemen nochmal aufsetzen, und die Finger klemmt man sich auch ganz gern zwischen Verdrängersteg und Gehäuse. |
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Danach sollte der Lader größtenteils zerlegt sein. |
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So, nun zur Begutachtung des Laders. Als erstes die Dichtleisten. Diese sollten nicht verklebt passgenau in der Nut sitzen. Die Dichtleistenhöhe darf 3,8 mm nicht unterschreiten, da sie sonst aus der Nut rutschen könnten. Weiterhin sollten sie dicht an den Enden anliegen, und kein Spiel vorweisen. Das würde zum Auswaschen der Nut führen, und somit zum rauswandern der Dichtleisten. Sollten die Dichtleisten nicht den Kriterien entsprechen, müssen sie ausgetauscht werden. |
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Weiterhin sollte die Nut weder in Gehäusehälfte noch im Verdränger "gestiftet" worden sein. (rote Kreise), und die Dichtringe sollten nicht verschraubt sein. (blaue Kreise) |
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Das Stiften hat den Sinn, eine Dichtleiste an dem rauswandern bei ausgewaschenen Nuten zu hindern. Aber es gibt bessere Möglichkeiten, die den Verdränger nich so schaden, denn ist ein Stift erstmal gesetzt, bekommt man ihn nicht mehr raus. Und jeder Stift bedeutet Druckverlust, da ab dem Stift keine Dichtleiste mehr sitzen kann. Besser währe es VOR dem Stiften, den Verdränger zu schweißen. Nähere Infos hierzu bekommt ihr unter www.ls-cartec.de |
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Solch eine ausgebrochene Nut währe noch zu retten gewesen, wenn die Stifte nicht gewesen währen. Man kann diese zwar raus errodieren, aber das würde teurer werden, als ein Gebrauchtverdränger bei SLS. |
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Weiterhin solltet ihr nachsehen, ob die Dichtleisten gebrochen sind. Passiert selten, kommt aber vor. Wenn doch, dann gegen neue tauschen. |
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Weiterhin solltet ihr darauf achten, ob die Dichtleiste dicht an der Nut anliegt, und nicht so wie hier etwas Platz dazwischen ist. Hier sind die Nuten ausgewaschen, und die Leiste könnte rausrutschen. Auch die Dichtflächen, wo die Dichtleisten drauf laufen, solltet ihr begutachten. Sind diese durch minderwertige Dichtleisten (Kolbenführungsband) eingelaufen, fallen die Leisten raus. Max. 0,5 mm sollte der Höheunterschied hier betragen. |
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So, wo wir den Lader schon mal aufhaben, können wir gleich nochmal etwas grundsätzliches Erklären. Die "RS-Bearbeitung"!! Hier geht es einfach nur daraum, das die Gehäuseteile und der Verdränger strömungsgünstiger gefräst werden. Wenn ihr das selber machen wollt, solltet ihr darauf achten, das am Luftauslass, wo die 6 Stege stehen, ein etwas dickerer Steg ist. Diesen solltet ihr sehr VORSICHTIG bearbeiten, da dieser eine Ölbohrung beinhaltet. Auch solltet ihr nicht zu dich an den Nuten fräsen. |
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Der Verdränger kann auch bearbeitet werden. Aber auch hier sei gesagt, viel hilft nicht immer viel. Je mehr Material weg genommen wird, desto höher sind die Eigenschwingungen des Verdängers, was sich wieder bei einlaufen bemerkbar macht. |
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Weiter gehts mit der Hauptwelle. Diese ist auch bloß gesteckt. Sollte sie sich nicht rausziehen lassen, wovon ich ausgehe, müsst ihr sie von außen mit einen Gummihammer oder Hammer + Stück Holz nach innen schlagen. |
Die Wellendichtringe, auch diese müssen mal getauscht werden. Das sieht man, wenn die Dichtlippe, die auf der Welle schleift, abgenutzt ist. Sie sollte sehr spitz sein. Zum entfernen der Ringe einfach mit einer Wasserpumpenzange hinter den Dichtring ansetzen, und VORSICHTIG raushebeln. Das problem hierbei ist der Kraftaufwand, denn die Ringe sitzen sehr fest, und wenn sie rutschen, dann mit einmal. Schnell kann es passieren, das man mit dem Griff der Zange gegen die Kammerwände stößt, und die Nut beschädigt. Am besten ich macht sowas zu zweit. Einer hält die Gehäusehälfte und nen Lappen zwischen Kammerwand und Zange, und der andere hebelt vorsichtig mit der Zange. Es kann auch gut sein, nen Finger zwischen Zange und Wand zu halten. Wenn der Schmerz zu groß wird, hört man automatisch auf. :)
Beim Einbau der Ringe darauf achten, das die Oberkante mit dem Gehäuse BÜNDIG abschließt, da sonnst die Ölbohrung verdeckt werden könnte. Ein einfetten vorher erleichter den Einbau erheblich. Das Einschlagen macht ihr am besten mit einer großen 6-Kantnuss, die möglichst weit außen ansetzt. Wichtig ist auch, das ihr den Ring beim einsetzen nicht verkantet, da er sich sonst verbiegen könnte.
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Weiter gehts mit der Nebenwelle. Auch hier muss wieder ein Wellensicherungsring entfernt werden. Wieder mit einer Seegeringzange. |
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Danach das kleine Zahnriemenrad abschrauben....... |
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Und den kleinen Halbmondförmigen Keil raus nehmen. Hämmerchen und Schraubendreher leisten hier gute Hilfe. Die Nebenwelle kann dann auch von außen nach innen raus geschlagen werden. Hab grad gemerkt, fehlen noch ein paar Bilder. Und zwar vom Hauptwellenlager der Einlassseite. Auch hier wieder Wellensicherungsring entnehmen, und das Lager mit ner großen Nuss nach innen rausschlagen. Verdrägerlager genauso. |
Bitte beachten: Sondernebenwellenlager für den G60-Lader Tipp: Zum einsetzen der Lager legt ihr die Lager nen Tag vorher ins Eisfach. Dann die Gehäuseteile im Backofen auf 100-150°C erwähren, und die "gefrohrenen" Lager fallen einfach rein. Aso, von Mutti nich erwischen lassen, wenn ihr euren G-lader backen wollt. :D |
Das Zusammenbauen:
Wissenswertes zu den Dichtleisten
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Erstmal das Grundsätzliche, der Zusammenbau erfollgt in umgekehrter Reihenfolge. Das was ihr hier seht, ist eine Federleiste. Diese kommt NUR in die Gehäusehälften, und zwar unter die Dichtleisten. Diese sorgt dann dafür, das die Dichtleisten auch überall anliegen. Beim Verdränger erledigt das die Flieh / Rotationskraft. |
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Beim einsetzen des Verdrängers solltet ihr den Lader wie auf dem Bild hinstellen. Wenn ihr ihn Hinlegt, kann es sein, das die Dichtleisten wieder aus den Nuten fallen, und somit alles verklemmt. Die Wellendichtringe sitzen auch sehr Stramm, deshalb wieder vorsichtig arbeiten. Das Rutsch wieder alles mit einen Ruck zusammen. Wenn alles gut sitzt, sollte der Verdränger wie hier im Bild plan anliegen. |
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Auch hier wieder den Lader hinstellen. ACHTUNG, nicht mit Gewalt zusammen drücken, denkt an die verklemmten Dichtleisten. |
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Zum Schluss noch der Zahnriemen. Wenn ihr die Zahnriemenräder anschaut, seht ihr je Rad eine Kerbe. Diese Kerben müssen genau in die gleiche Richtung zeigen. Dann könnt ihr den Riemen auflegen. Wenn alles zusammen gebaut ist, ein-zwei mal von Hand drehen. kuken, ob Luft raus kommt *gggg*, und Fertig. |
100%tige Original Ersatzteile bekommt ihr meines Wissens nur bei Michael Arndt (M.Arndt.G60@T-Online.de),
oder (www.ls-cartec.de)
Für weitere Fragen, Anregungen, Lob und Kritik gibt es im Corradofreunde Forum diesen Thread.
Andy-Corrado 20:04, 29. Jan 2006 (CET)


